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Das Förster-Kälberdorf ist ein Haltungssystem, das konsequent in die Funktionsbereiche Fressen, Laufen und Liegen unterteilt ist. In der kleinsten Einheit bietet es 20 Kälbern Platz. Dem Baukastenprinzip folgend, ist das Kälberdorf aber jederzeit auf beliebige Kälberzahlen erweiterbar. Die Gesamtfläche je Kalb ist mit 2,8 Quadratmeter großzügig bemessen, wovon allein 1,1 Quadratmeter Liegefläche sind. 140 Ställe und stallähnliche Anlagen waren zum Wettbewerb angemeldet, wovon neun schließlich in die engere Auswahl kamen. Die unabhängige Bundesprüfungskommission aus ehrenamtlich tätigen Vertretern der Landwirtschaft, Beratung und Wissenschaft beurteilten Stallbau und Haltungsverfahren nach folgenden Kriterien: artgemäße Haltung, Verbesserung der Wirkung auf die Umwelt und die Vorteile gegenüber herkömmlichen Ställen.
Beim Preisträger fallen besonders die arbeitswirtschaftlichen Vorteile und die positiven Auswirkungen auf Tiergesundheit und Tierentwicklung auf. Wie eine aktuelle Untersuchung der Thüringischen Landesanstalt für Landwirtschaft ergeben hat, sind beim eingestreuten Förster-Kälberdorf 0,87 Akmin je Tier und Tag zu veranschlagen. Das sind – unabhängig von der Jahreszeit – weniger als 1 Akh je Tier und Aufzuchtperiode.
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